75 Jahre TCS-Gruppe Zürcher Oberland – Jubiläums-GV in Volketswil Drucken E-Mail
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75 Jahre TCS-Gruppe Zürcher Oberland – Jubiläums-GV in Volketswil
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«Stark beseelt von Tatendrang…»
War das ein denkwürdiger Freitag: Zuerst gewann Carlo Janka den Gesamtweltcup der alpinen Skifahrer, anschliessend Simon Ammann jenen der Skispringer, und schliesslich feierte die TCS-Gruppe Zürcher Oberland mit der Jubiläums-GV ihr 75-jähriges Bestehen im Kultur- und Sportzentrum Gries, Voketswil. Es gibt Tage, die man nicht so schnell vergisst, Tage, die in die Geschichte eingehen.

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In die Geschichte eingegangen ist auch der 5. Dezember 1934. «Mit grosser Begeisterung und zum Teil stark besult von Tatendrang haben sich in dieser eigentlichen Gründungsversammlung gegen 200 Mann eingefunden», heisst es im Protokoll jener Sitzung in Rüti. Initiant und energischer Befürworter einer eigenen, selbständigen Vereinigung war der Hinwiler Fabrikant Otto Honegger. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Oberländer Automobilisten der Gruppe Rapperswil und oberer Zürichsee angeschlossen. Noch ein Protokollauszug: «Wenn wir uns gegen den Willen der Gruppe Rapperswil zusammenscharen, so ist dies ein unzweideutiger Beweis, dass wir mit der Tätigkeit der Gruppe nicht absolut einig gehen. …
Auf jeden Fall schaffen die Vertreter von Rapperswil mit Rücken und Bauch gegen die Abtrennung der Zürcher Oberländer von ihrer Gruppe. Doch dürfte ihnen diese Stellungnahme nicht viel nützen, denn der feste Wille der Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Rapperswil ist in jedem Anwesenden derart eingefleischt, dass es sich nur noch um die formellen Beschlüsse der Versammlung für die Ausführung dieses einmütigen Willens handelt.» So war es dann auch: Einstimmig sprachen sich die Versammlungsteilnehmer für die Gründung der TCS-Gruppe Zürcher Oberland aus.

Kampf gegen Widerstände und «zugenähte Hosentaschen»
Damit war der Verein zwar gegründet, aber in den folgenden Monaten musste gegen viele Widerstände und gegen «zugenähte Hosentaschen der Herren in Zürich» angekämpft werden. Der TCS-Sektionsvorstand in Zürich war von den «Abtrünnigen» im Zürcher Oberland keineswegs begeistert und versagte dem Verein die Anerkennung. Erst ein Jahr später, nachdem die umstrittene Gebietszuteilung geklärt war, konnte Präsident Otto Honegger seine Vorstandsmitglieder mit der freudigen Nachricht überraschen, dass der Sektionsvorstand sich grundsätzlich mit der Bildung der Gruppe Oberland einverstanden erklärt hatte. Sie zählte damals 240 Mitglieder und umfasste den ganzen Bezirk Hinwil sowie Mönchaltorf und Bauma.

Kontinuierliches Wachstum nach dem Krieg
ImageWährend des Krieges von 1939 bis 1945 war die Tätigkeit des TCS weitgehend eingeschränkt. Einerseits waren viele Mitglieder im Aktivdienst, und die privaten Fahrzeuge wurden für militärische Zwecke eingezogen. Dem grossen Einsatz Otto Honeggers war es zu verdanken, dass die Mitglieder trotz der schwierigen Zeiten dem TCS treu blieben. Nachdem der Krieg vorbei und die Benzinrationierung aufgehoben waren, setzte ein kontinuierliches Wachstum ein. Das Einzugsgebiet dehnte sich auf das ganze Zürcher Oberland aus und die Mitgliederzahl wuchs bis heute auf rund 39 100. Kontinuität gab es auch bei den Präsidenten der TCS Gruppe Oberland: Während der 75 Jahre gab es lediglich fünf Präsidenten:

1934–1953 Otto Honegger, Hinwil
1953–1984 Oskar Schellenberg, Pfäffikon
1984–1993 Dr. Christoph Peter, Wetzikon
1993–2002 Marcel Meier, Rüti
2002– Dr. Thomas Lüthy, Ebmatingen



 
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